Harro Harring Gesellschaft

Lebensdaten [1798-1836] [1837-1849] [1849-1870]

28.08.1798
  Geboren auf Ibenshof/Wobbenbüll bei Husum
1813-17
  Lehre am Zollamt Husum
1817/18
  Kunststudium in Kopenhagen
  1819
Studien in Dresden, Bekanntschaft mit dem Burschenschaftler Wilhelm Boldemann, Verbindung mit radikalem Flügel der Burschenschaftsbewegung in Würzburg, Bilder im Stil Caspar David Friedrichs
  1820
Reise nach Wien und Pressburg, Vorwurf „demagogischer Umtriebe“ durch die Polizei Metternichs, Treffen mit Boldemann in Würzburg, Besuch bei den Eltern des hingerichteten Attentäters Karl Ludwig Sand in Wunsiedel, Rückkehr in das Herzogtum Schleswig
1821
  Weitere Studien in Kopenhagen, erster Gedichtband „Blüten der Jugendfahrt“
1821/22
  Beitritt zur philhellenischen Legion, um am griechischen Freiheitskampf gegen die Türken teilzunehmen, über die Schweiz nach Marseille, wo es zu einem Duell kommt, mit dem Schiff nach Navarino (Peloponnes), Enttäuschung über den mangelnden revolutionären Willen der Griechen, Erkrankung an Nervenfieber auf der Überfahrt nach Ancona/Italien
1822
  Nach der Gesundung vom Fieber Aufenthalt in Rom, Kontakte zur römischen Künstlerkolonie (Bildhauer Thorvaldsen)
1822
  Auf dem Rückweg von Livorno (Schweiz) Zusammentreffen mit dem englischen Dichter und Philhellenen Lord Byron, kurzer Aufenthalt in Zürich
1823-26
  Theaterdichter in München, Aufführung einiger Schauspiele mit dem Thema „Griechischer Freiheitskampf“ („Der Corsar“, 1823, „Die Mainotten“, 1824)
1825
  Von Januar bis Oktober Aufenthalt in Zürich und Luzern
1826/27
  Dramaturg in Wien, Ausweisung durch die Regierung Metternichs wegen Demagogie
  1827
Prag: Versuch der Befreiung des griechischen Freiheitskämpfer Ypsilanti aus der Festung Theresienstadt, Flucht nach München
1827/28
  München: selbstbiografischer Roman „Rhongharr Jarr“, Bekanntschaft mit Heinrich Heine
1828-30
  Offizier in einem russischen Regiment in Warschau (Polen), beginnende Solidarität mit dem polnischen Freiheitskampf, Flucht aus Polen
1830/31
  Aufenthalt in Sachsen, Braunschweig, Thüringen; Harring verfasst seine Polenschriften, Unruhen in Folge der französischen Juli-Revolution, Ausweisung aus Sachsen, Verbot aller Schriften im Bereich des Deutschen Bundes
  1831/32
Emigrant in Straßburg, Redaktion der radikalen Wochenzeitung „Deutschland“
1832
  Teilnahme am Hambacher Fest, Zurückweisung von Seiten seiner deutschen Landsleute als „Däne“, danach Aufenthalt im Elsaß und Burgund
1833
  Teilnahme an den Vorbereitungen des gescheiterten Frankfurter Wachensturms, Flucht nach Genf (Schweiz), Zusammenarbeit mit dem italienischen Freiheitskämpfer Giuseppe Mazzini
1834
  Beteiligung an dem Savoyerzug, einem misslungenen Revolutionsversuch in Italien
1834
  Flucht nach Frankreich, Abschiebung nach England
1834/35
  London, revolutionäre Lyrik im Gedichtband „Die Möwe“
1835
  Brügge (Belgien), Vorbereitungen für einen Aufstand in Polen, kurzer Gefängnisaufenthalt
1835/36
  Schweiz, Mitarbeit in der revolutionären Geheimverbindung „Das junge Europa“, zeitweise in Haft, Ausweisung